Als wir unseren letzten LABOR-Newsletter Anfang 2024 verschickt hatten, standen viele von uns unter dem Eindruck, dass sich die Migrationspolitik und die gesellschaftliche Stimmung europa-, und deutschlandweit deutlich verschlechtert hatte.
Zwei Jahre später ist dies leider zur neuen Normalität geworden und fast jede gesetzliche Veränderung in diesem Themenfeld trägt zu einer zusätzlichen Verschlechterung von asyl- und aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen sowie den Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe für Geflüchtete nach Deutschland und Europa bei. Die kurz bevorstehende Umsetzung der GEAS Reform markiert dabei einen neuen traurigen Höhepunkt.
Und was haben wir damit gewonnen außer einer immer stärker in die Mitte der Gesellschaft hineingetragene rechte Bewegung? In Deutschland sind aus den damaligen Umfragehochs der AFD mittlerweile beachtliche Wahlerfolge auch in westdeutschen Bundesländern geworden. Ursache und Wirkung tauschen anscheinend schon länger ihre Plätze.
Doch zum Glück, und dies ist in Hamburg besonders vital spürbar, gibt es noch eine breite gesellschaftliche Positionierung, die die Wahrung von Menschenrechten nicht als Belastung für unsere Demokratie, sondern als ihre Grundlage bewerten. Und es gibt weiterhin zahlreiche öffentlich und privat geförderte Programme und Projekte, die es ermöglichen, Menschen zu unterstützen, die (noch) nicht vollständig für ihre Rechte eintreten können, ihren Weg in Deutschland zu gehen. Egal wie lang oder kurz dieser sein wird.
In unserem aktuellen Newsletter geht es deshalb vor allem um diese Menschen, darunter auch Geflüchtete mit einer Behinderung, ihre Geschichten und Erfolge. Und damit auch um Erfolge von und für uns alle.
In diesem Sinne mit Dank für Ihre Arbeit senden herzliche Grüße im Namen des Projektverbunds LABOR und FLUCHTort.
Greta Gorgon und Franziska Voges
Franziska Voges
Projektkoordination
T 040 24 19 27 85
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